Sommercamp am Balaton

Tag 4 – Vielen Dank an die Bahn

Bericht Tag 4 – Vielen Dank an die Bahn

Am Montag wollten wir es noch einmal wissen. Wie sieht Budapest bei Tag aus?

So stiegen wir wieder in einen Zug und trafen gegen Mittag im Südbahnhof ein. Von dort ging es  über beeindruckend steile Rolltreppen zur Metro, die uns zu einer der vielen „Touristen-Fallen“ brachte. Nachdem die Mädchen eine Stunde lang die Geschäfte unsicher gemacht hatten, setzten wir die Shopping-Tour in einer sehr großen Markthalle aus dem 19. Jh. fort.

Der Auftrag, sich hier ein Mittag zu erjagen, endete leider doch wieder bei Burger King. Oder mit einem Baumstrietzel.

Danach ging es per Tram am Ufer der Donau entlang bis zu einer der großen Brücken, auf der wir den Fluss überquerten, um von Pest nach Buda zu gelangen.

Dort stiegen über viiiiiiele Treppen zur Fischerbastei hinauf. Die Aussicht über Budapest wurde ausgiebig genossen, ebenso wie das anschließende Eis.

Ein Glück, dass die Temperaturen an diesem Tag perfekt für einen Städtetrip waren (ca. 25 Grad). Vielen Dank an alle beteiligten Bahnen, dass wir nicht am Samstag bei 35 Grad unsere Tour durch Budapest drehen mussten. Nach einem kurzen Abstieg mit Hilfe eines Fahrstuhls ließen wir den Ausflug in einem kleinen Park ausklingen, bevor wir mit dem Zug zurückfuhren.

Nach einem späten Abendbrot, gab es dann für Veronika und Maike eine noch spätere Trainingseinheit mit unserer „Ortskraft“. Zsigmond brachte sehr viel Energie mit, so dass Müdigkeit bei unseren Mädchen keine Option war.

Dienstag ist der letzte „freie“ Tag ohne Turnier, den wir wieder mit Baden, Training, Kochen und Backen (!) verbringen werden.

Tag 3 – Viele erste Male

Nach dem gestrigen anstrengenden Tag begannen wir heute mit einem ersten gemütlichen Frühstück.

Die Nachwirkungen waren allerdings immer noch zu spüren. Ein so ruhiges Essen in großer Runde hatten die Betreuerinnen selten gesehen. Gleichzeitig war es die erste Bewährungsprobe für die Küche. Das Buffet vorbereiten, eindecken und hinterher alles abwaschen (wir haben keinen Geschirrspüler), ist hoffentlich bald für alle Routine.

Dann ging es zum ersten Mal an den Strand. Er fand großen Anklang und es wurde ausgiebig die Wassertemperatur getestet oder zusammen Karten gespielt.

Danach musste die Gruppe erstmalig einkaufen. Auch ein Ablauf, der noch routiniert werden kann 🙂 Mit vielen Lebensmitteln beschwert machten wir uns auf den Rückweg zu unserem Ferienhaus. Dort angekommen stand dann das erste Training auf dem Plan. Die Mädchen spielten kleine Partien, um warm zu werden. Diese wurden nach einiger Zeit abgebrochen und die Stellungsbeurteilung geübt. Danach versuchten die Mädchen in Teamarbeit zuerst weiter Stellungsmerkmale zu erkennen und auszunutzen und danach taktische Schlüsselpositionen zu entdecken und in Mehrmaterial oder Matt umzuwandeln.

Dann stand das letzte erstmalige Erlebnis des Tages an: Gericht Nr. 1 auf unserem Speiseplan. Jagoda und Isabelle versuchten sich an Nudeln mit Tomatensoße. Kein Problem? Naja, für 12 bzw. 13 Personen ist das schon keine so leichte Aufgabe mehr. So lernten unsere beiden Köchinnen z.B. die Bedeutung von Gewürzen kennen.

Gesättigt gingen dann alle heute doch reichlich früher als gestern ins Bett.

Morgen fahren wir nach Budapest, und holen unsere ausgefallene Stadtbesichtigung nach.

Viel Fahrtzeit für’s Geld – Abenteuer Bahn (Tag 1+2)

Voller Vorfreude trafen sich am Freitagabend alle Teilnehmerinnen unserer diesjährigen Mädchenturnierfahrt am Berliner Hauptbahnhof.

Mit den aufmunternden Worten eines gewissen Carsten H.: „Da erwarten euch ja jetzt spannende Tage!“ wurden wir in den Nachtzug nach Budapest entlassen. In Frankfurt/Oder begann dann eine Odyssee, die für fast alle von uns zu einem neuen Rekord führte. Wegen verspätet eintreffendem Personal hatten wir kurz nach Reisebeginn schon mal eine Stunde Verspätung.  Aber das holt man nachts eigentlich immer gut auf. Nach dem Ausfüllen (alle Teilnehmerinnen) und Auswerten (Pati und Sandra) der Fragebögen zu Essgewohnheiten und gewünschten Aktivitäten vor Ort war es schon so spät, dass wir unser Abteil in schlafgerechte 6 Liegepositionen verwandelten.

Erstaunlich schnell schliefen alle ein.

Am nächsten Morgen ein Blick in die Deutsche-Bahn-App. Alles gut, wir kommen pünktlich an. Zsigmond (unsere Ortskraft in Budapest – O-Ton Christine) machte sich auf den Weg, uns am Bahnhof abzuholen.

Frühstück „auf Bahn“

Kurz darauf hielt unser Zug an einem Bahnhof. Als ich auf das Schild sah, wollte ich meinen Augen nicht trauen: Bohumin. Das war doch noch Tschechien. Ein Blick in die App: hier sollten wir um 2:00 Uhr nachts gewesen sein. Jetzt war es kurz vor 8:00 Uhr. Also Zsigmond informiert, der äußerst irritiert reagierte und dachte, ich würde ihn schon am frühen Morgen veräppeln, denn unser Zug war sowohl laut Anzeige als auch nach Auskunft des Budapester Bahnpersonals gerade pünktlich um 8:20 Uhr in Budapest eingetroffen. Die Tassache, dass es sich dabei um einen „Zug-Klon“ handelte, überforderte alle Mitwirkenden eine Zeit lang. Zsigmond musste einige Überzeugungskraft aufbieten, bis das Personal begann, den mysterösen Umstand zu erforschen, dass der Zug in Budapest eingetroffen war und gleichzeitig auf dem Bahnhof in Buhemin stand.

Derweil standen wir auf dem Bahnsteig

und hatten keine Ahnung, was passiert war und wie es weitergehen sollte. Während unserer gesamten Reise gab es keine einzige Durchsage und unser Liegewagenschaffner spielte „Mein Name ist Hase…“. Auf der tschechischen Bahn-App stand, unser Zug endete außerplanmäßig in Bohumin. Gemäß der Deutschen Bahn befanden wir uns in Budapest. Nach einer Ewigkeit von drei Stunden wurde unser Zug dann an einen Zug nach Wien gehangen. Aber wo wir jetzt wirklich hinfuhren, wussten wir zu diesem Zeitpunkt immer noch nicht. Schließlich landeten wir in Breclav und wurden dort wieder entkoppelt. Weiteres Stehen an und auf einem Bahnsteig…

Die Mädchen hielten sich wirklich tapfer und versuchten das Beste daraus zu machen.

Und irgendwann traf dann (natürlich mit Verspätung) ein Zug aus Prag ein, an den wir gehangen wurden. Er brachte uns dann nach mehr als 24 Stunden nach Budapest!

Und was war eigentlich das Problem gewesen? Unsere  5h-Verspätung in Polen veranlasste die Bahn einen Ersatzzug um 2:00 Uhr ab Bohumin nach Budapest zu schicken. Leider gibt es in jedem Land unterschiedliche Schienen und so benötigt man spezielle Loks, um darauf fahren zu können. Unsere Lok war um 2:00 Uhr mit dem Ersatzzug abgefahren und für unseren Zug war nun keine andere mehr aufzutreiben. Dabei standen da wirklich viele rum und Christine fing an, eine Lokbuch zu führen.

Tolle Aussicht kurz vor Budapest

In Budapest angekommen ging es nach einem kurzen Ausflug zu McDonalds zum nächsten Bahnhof, wo wir (weil es ja so schön war) wieder in einen Zug einstiegen, der uns endlich nach Balatonalmadi brachte. Jetzt noch schnell die Zimmer beziehen in dem wirklich schönen Haus und gegen Mitternacht waren alle im Bett.

War das spannend genug? Definitiv für uns als Betreuerinnen. Morgen werden wir es dann erst mal ruhig angehen lassen. Veronika, die sich 8 Stunden Training gewünscht hatte (im Fragebogen) wird da wohl auch etwas zurückstecken müssen.